Gesundheitsförderung Schweiz

Generationen bewegen

Generationen bewegen. Gesundheitsförderung durch psychomotorische Entwicklungsbegleitung für Jung und Alt.

„Generationen bewegen“ ist ein Gesundheitsförderungsprojekt, welches als wissenschaftlich begleitetes Entwicklungsprojekt zur Machbarkeit und Wirkung eines intergenerativen Gruppen-Angebots nach den Prinzipien der Motopädagogik/Motogeragogik für Kleinkinder und Hochbetagte angelegt ist. Zielgruppe des Projekts sind einerseits SeniorInnen – zu einem großen Teil Hochbetagte – aus Altenbetreuungseinrichtungen (SeniorInnenwohneinrichtung oder Tageszentrum), andererseits 3- bis 6-jährige Kinder aus Kinderbetreuungseinrichtungen. Als sekundäre Zielgruppen werden die jeweiligen BetreuerInnen der Kinder bzw. SeniorInnen sowie darüber hinaus auch Angehörige und Eltern eingebunden. Kernelement sind regelmäßig stattfindende intergenerative motopädagogische Gruppenstunden, für deren Entwicklung und Umsetzung der Aktionskreis Motopädagogik Österreich (akmö) verantwortlich ist. Im Zentrum dieser Gruppenstunden steht die Psychomotorik, welche sich mit der Bedeutung von Bewegung für Menschen auseinandersetzt. Motopädagogik fördert die Entwicklung von Kindern mit und durch Bewegung und begleitet Kinder auf ihrem Weg in die Selbständigkeit. Motogeragogik ist ein Angebot, welches die Entwicklung von Menschen im Alter fördert und darauf abzielt, selbständiges Handeln zu bewahren. Besonders wichtig bei dem Projekt ist es, Wissen über intergenerative Prozesse zu sammeln. In dieser Hinsicht stellt die Sensibilisierung der Beteiligten bzw. ihr Interesse an der jeweils anderen Zielgruppe einen zentralen Aspekt dar. Darüber hinaus stellen intergenerative Gruppenstunden gesundheitliche Dimensionen wie Wohlbefinden, Aktivität und soziale Kontakte in den Vordergrund und bauen Altersstereotype ab. Bedürfnisse von Frauen und Männern bzw. Mädchen und Buben werden ebenso berücksichtigt wie interkulturelle Aspekte. Das Projektteam bindet Angehörige und Eltern sowie BetreuerInnen und PädagogInnen ein. In diesem Sinne werden die Voraussetzungen für eine nachhaltige Implementierung intergenerativer Arbeit in den beteiligten Organisationen geschaffen. Nach einer Pilotphase im Frühjahr 2015 werden von November 2015 bis Juni 2016 an acht Standorten wöchentliche intergenerative Gruppenstunden durchgeführt. Jede Gruppe besteht aus sieben Kindern und sieben bis acht SeniorInnen und wird jeweils durch eine/n Motopädagogen/in und ein/n Motogeragogen/in geleitet. Im zweiten Halbjahr 2016 stehen Nachhaltigkeit und Transfer im Fokus: Für MitarbeiterInnen der beteiligten Einrichtungen werden dabei Schulungen angeboten. Die Projektergebnisse werden in geeigneter Form (Handbuch, Abschlussveranstaltung, Publikationen, Präsentationen) an die Fachöffentlichkeit kommuniziert. Geleitet, organisiert und finanziert wird das Projekt von der Wiener Gesundheitsförderung (WiG) mit einer wissenschaftlichen Begleitung durch die Fachhochschule FH Campus Wien gemeinsam mit der Ferdinand Porsche Fern-Fachhochschule und der Medizinischen Universität Wien.

Projektdauer

01.09.2014 – 31.12.2016

Reichweite

Regional

Thematische Schwerpunkte

Bewegung, Lebensqualität, Psychische Gesundheit

Settings

Bildungseinrichtungen, Betreuungseinrichtungen, Wohnheime, Alters- und Pflegeheime, Gefängnisse

Zielgruppen

Behinderte, Beeinträchtigte, Eltern, Andere Zielgruppe

Zielgruppen: Alter

Neugeborene/Kleinkinder (0-5), Senioren (65-79), Betagte (80+)

Zielgruppen: Geschlecht

Beide Geschlechter

Strategien

Kurse, Workshops, Fachtagungen, Seminare, Qualifizierung Multiplikator/-innen

Projektart

Einmaliges Interventionsprojekt

Projektstatus

in Durchführung

Sprachen

Deutsch

Letzte Änderung: Donnerstag, 16. Juni 2016, 11:23 Uhr